Literatur

Während meiner gesamten Schulzeit hatte ich mich eigentlich -neben Kunst und Geschichte- nur noch für den Deutschunterricht interessiert (im weitesten Sinne Literatur, Philosophie, Historisches, Biographien, Soziologie, Psychologie, Gesellschaftskritisches und Alternativen) und mich hierfür begeistern können.
Nachdem ich im Jahre 1985 in einem Hohenloher Internat mit meinem Zimmerkollegen Harald -beide als „68er-Geborene“- intensiv gelesen und lange über gesellschaftliche Entwicklungen und Alternativen philosophiert und diskutiert hatte, brach dieser die Schule ab und verschwand spurlos im Februar 1986.
Kurz darauf schrieb ich für den Jugendliteraturpreis der „Jürgen-Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler“ über die Hintergründe, Entwicklung und die Zeit mit Harry. Im Herbst 1986 konnte ich dann überraschenderweise meinen Jugendliteraturpreis in Stuttgart von den Jury-Mitgliedern Golo Mann und Hans Bender entgegennehmen.
Seither habe ich -abgesehen von kurzen Artikeln und sogenannten Leserbriefen- nichts mehr geschrieben. Die Schreiberei -mit einer mechanischen Schreibmaschine- hatte ich damals als recht anstrengende und sehr verkopfte Angelegenheit erlebt; so konzentrierte ich mich dann auf die Bildende Kunst: Malerei, Graphik und Photographie.
Neben all den zunehmenden Krisen und Veränderungen -auch in Kunst & Kultur- führte mich ein Zufall dann doch wieder zur Literatur: Im September 2010 traf ich Harry nach fast 25 Jahren wieder. Seit 2011 recherchieren wir und schreiben seine außergewöhnliche Lebensgeschichte auf. … Bis zur Fertigstellung und Veröffentlichung des Buches, erfolgen jedoch -auch aus rechtlichen Gründen- keine weiteren Informationen.

© Bernd H. Zwönitzer 2002 - 2019